Interview mit Frank Russak

Interview mit Frank Russak

In einem Interview mit Frank Russak sprach der T.C. Rot-Weiss Sindorf nach der Mitgliederversammlung 2018 über den Club aber auch über seine persönlichen Eindrücke der letzten Jahre.

 

T.C. Rot-Weiss Sindorf:Am Mittwoch den 16.01.2018 fand die ordentlich Mitgliederversammlung 2018 statt. Wie fällt Dein Fazit dazu aus?

Frank Russak: Mein Fazit fällt in diesem Jahr sehr positiv aus. Das Interesse war offensichtlich größer als sonst – eine Beteiligung von fast 50 Mitgliedern. Wir konnten gute Ergebnisse präsentieren, wie z.B. ein erhebliches finanzielles Plus beim Jahresabschluss und natürlich unsere Schuldenfreiheit ab Februar 2018. Entscheidend war auch die Vorstandswahl – hier konnte ein Generationswechsel eingeleitet werden. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wird das Jahr 2018 genutzt. An dieser Stelle auch nochmals herzlichen Dank an alle ausscheidenden Vorstandsmitglieder für ihre über viele Jahre erbrachte Leistung.

T.C. Rot-Weiss Sindorf: Trotz zahlreicher Mitgliederkündigungen konnte die Mitgliederzahl dennoch gehalten werden. Wie wichtig ist das für den Club und was wird unternommen damit sie in den nächsten Jahren wieder steigt?

Frank Russak: Es ist richtig, die Mitgliederzahl konnte trotz hauptsächlich alters- und verletzungsbedingter Kündigungen gehalten bzw. sogar leicht gesteigert werden. Aber das genügt längst nicht. Notwendig ist, die Öffentlichkeitsarbeit weiter zu verstärken. Dabei helfen uns die sozialen Medien und auch Werbeaktionen. Es gibt Empfehlungen, die die „Mund zu Mund“ – Propaganda als Erfolgsmodell darstellen. Hier sind alle Mitglieder gefordert. Im Jugendbereich gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten.

T.C. Rot-Weiss Sindorf: Erfreulich wurde verkündet, dass der Club ab Februar schuldenfrei ist, wie stolz macht Dich das?

Frank Russak: Stolz ist, glaube ich, nicht so das richtige Wort. Man freut sich ganz einfach, dass es geschafft ist. Es ist ja nicht der Erfolg eines Einzelnen, sondern der Club hat über viele Jahre wirtschaftlich gut gearbeitet. – dazu braucht man auch manchmal verständnisvolle Mitglieder, die wir hatten und haben. Auch unser „Kostenmanagement“ hilft uns, einen regelmäßigen Überblick zu haben.

T.C. Rot-Weiss Sindorf:  Im kommenden Sommer werden nur 2 Jugendmannschaften gemeldet. Das ist auf lange Sicht zu wenig. Wie will der Club die Problematik angehen?

Frank Russak: Die Jugend entwickelt sich weiter. Aus einer Juniorinnen – Mannschaft ist eine Damen – Mannschaft geworden. Das ist doch prima. Wir können also auch im Jugendbereich weiter werben, Kooperationen mit Schulen und Kindergärten sind möglich. Wir haben so etwas schon früher gemacht und sind seit Ende letzten Jahres auch wieder in Kontakt mit einer Schule. Ob eine sog. Tennis – AG dann zustande kommt, hängt auch von den Eltern ab und natürlich auch von unserer Trainer – Kapazität. Also warten wir es ab – unser Jugendwart ist im Gespräch.

T.C. Rot-Weiss Sindorf: Wie auch in diesem Jahr fanden in den letzten Jahren einige Turniere auf der Anlage statt. Oft nahmen hier immer dieselben Mitglieder dran teil. Warum ist es so schwer andere Mitglieder zu motivieren auch daran teilzunehmen?

Frank Russak: Ich denke, so schwierig ist dieses Thema nicht. Man hat immer einen Kern – das ist viel wert. Dieser sog. Kern kann auch andere Mitglieder motivieren. Eine günstige Termingestaltung ist zwingend. Auch die Länge eines Turniers kann von Bedeutung sein. Ich bin sicher, dass wir über unseren neuen Sportwart und unseren Jugendwart weitere Ideen entwickeln werden. Aber auch sonstige Vorschläge sind hier angebracht.

T.C. Rot-Weiss Sindorf: Wie auf der Mitgliederversammlung verkündet wurde, wird dieses Jahr dein letztes als erster Vorsitzender sein. Wie wird es danach weiter weitergehen. Und was bedeutet das für den Club?

Frank Russak: Wie schon erwähnt, ist 2018 ein Übergangsjahr. Ohne Wahl können dann Zuständigkeiten neu strukturiert werden. Damit ist der Generationswechsel endgültig vollzogen. Für den Club bedeutet das möglicherweise eine Stabilität über viele Jahre.

T.C. Rot-Weiss Sindorf:  Rückblickend, was war dein schönstes Erlebnis, und was war nicht so schön?

Frank Russak: Ich bin kein Popstar, den man nach seinem schönsten Erlebnis fragen kann. Ich möchte es lieber etwas allgemeiner formulieren: Wenn ich Harmonie spüre und Gemeinsinn für den Club erlebe, dann habe ich ein wunderbares Erlebnis. Nicht so schön ist Egoismus und Sturheit zum eigenen Vorteil.

T.C. Rot-Weiss Sindorf: Und zum Schluss, was wünschst Du Dir für die Saison 2018?

Frank Russak: Ich wünsche mir, dass sich der Club 2018 weiter nach vorne entwickelt – gute Laune herrscht, keine Verletzungen auftreten damit sich jeder – wenn er will – wohlfühlen kann.

T.C. Rot-Weiss Sindorf: Vielen Dank das Du dir Zeit dafür genommen hast und viel Erfolg für Saison 2018.